Häufig gestellte Fragen

Kann man es einem Schimmelpilz ansehen, ob er gefährlich ist oder nicht?
Nein, mit bloßem Auge ist es selbst für erfahrene Mykologen unmöglich, die Schimmelart 100% zu erkennen und damit die Gefährlichkeit abzuschätzen.

Wieso können Schimmelpilze der gleichen Art unterschiedlich gefärbt sein?
Dies ist abhängig von den Umweltbedingungen und dem vorhandenen Nährboden. So können die Konidienträger des gleichen Schimmelpilzes je nach Alter und Nährstoffen unterschiedlich stark Pigmente einlagern und damit auch unterschiedliche Färbungen annehmen.

Wie schnell kann Schimmel wachsen?
Unter optimalen Bedingungen auf einem Nährboden kann sich ein Schimmelpilz in 24 Stunden um mehrere Zentimeter vergrößern.

Ist ein Schimmelbefall immer gefährlich?
Nein, es gibt verschiedene Schimmelpilzarten mit unterschiedlichem Gefährdungspotential. Es ist außerdem immer von den Faktoren Zeit, Menge und Empfindlichkeit des Menschen abhängig, wie stark Schimmelpilze die Gesundheit eines Einzelnen beeinträchtigen können.

Ab wann wird ein Schimmelbefall in Innenräumen problematisch?
Ab ca. 0,5 m² (grobe Faustregel).

Wieso wächst ein Schimmelpilz wieder, selbst wenn er sauber abgewaschen wurde?
Das Problem ist, dass der eigentliche „Schimmel“ (Mycel) sich wie die Wurzeln eines Baumes tief in einer Wand eingraben kann. Je nach Wandbelag zum Teil mehrere Zentimeter tief. Das was als „Schimmel“ auf der Oberfläche wahrgenommen wird, stellt lediglich die Konidienträger, das heißt die „Baumkrone“ mit den „Früchten“ (Sporen) dar. Wenn man z.B. bei einem Haselnussstrauch ebenerdig den sichtbaren Strauch absägt, keimen schon bald wieder neue Ruten.

Stirbt Schimmel ab, wenn er austrocknet?
Nein, der Schimmel zieht sich in ein inaktives Wachstumsstadium zurück. Sobald er aber wieder genug Wasser zur Verfügung hat, wächst er weiter.

Wie läuft eine Sanierung üblicherweise ab?
Feststellen woher die Feuchtigkeit bzw. die Befallsursache kommt (Kondenswasser, defektes Wasserrohr in der Wand etc.), diese beheben (evtl. mit einem Raumluftentfeuchter), Putz/Gipsplatte/Tapete bei Bedarf abtragen, mit Sanosil Schimmelstopp S010 desinfizieren, trocknen lassen… und mit diffusionsoffener Kalziumsilikatfarbe streichen.

Meine Oma behauptet, Essig sei ein gutes Mittel gegen Schimmel…
Essig ist ein bekanntes Hausmittel gegen Schimmel, durch die pH Absenkung soll der Schimmel im Wachstum gestört werden. Leider ist die Wirkung nur kurzfristig. Enthält die betroffene Wand z.B. viel Kalk, wird die Essigsäure schnell neutralisiert, zurück bleiben organische Stoffe aus dem Essig, die dem Schimmel als Nahrung dienen können.

Welchen Vorteil bietet die chlorfreie Schimmelbekämpfung?
Chlor wirkt durch die Zerstörung der Schimmelpilzzellwände. Es ist eine wirksame Methode, hat allerdings auch einige Nachteile: Chlor kann als Gas (vor allem dann, wenn chlorhaltige Mittel in Kontakt mit Säure kommen) sehr reizend wirken. Augenbrennen, Hautausschläge (Chlorakne), Kratzen im Hals und Husten können die Folgen sein. Ein Abbau/Folgeprodukt von Chlor sind die sogenannten Trihalomethane, giftige Stoffe, welche nachweislich krebserregend sind. Des Weiteren hält sich der strenge Geruch chlorhaltiger Produkte relativ lange in Wohnräumen. Sanosil Schimmelstopp S010 gast dagegen nicht aus und hinterlässt keine strengen Gerüche. Die Basis des Produktes bildet Wasserstoffperoxid, welches sich in Wasser und Sauerstoff aufspaltet. Für die bessere und auch länger anhaltende Wirkung wurde dem Mittel auch Silber beigefügt. Dadurch konnte die Konzentration von Wasserstoffperoxid auf unter 8% reduziert werden. Die Sanosil Desinfektionsprodukte sind in insgesamt 8 Untersuchungen von verschiedenen Instituten (z.B. Institut Fresenius) positiv auf ihre Wirksamkeit gegen Schimmel getestet worden.

Wie kann ich feststellen, ob ich richtig lüfte bzw. meine Wohnung anfällig für Schimmelbefall durch Kondenswasser ist?
Grundsätzlich gilt: Auf das Gefühl alleine ist kein Verlass. So kann auch 85% Luftfeuchtigkeit noch als trocken empfunden werden. Kondenswasser auf den Fenstern ist i.d.R. ein sicheres Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit bzw. die Notwendigkeit, sofort (mit Durchzug) zu lüften.  Eine gute Hilfe ist auch ein (oder mehrere) digitale(s) Hygrometer.

Ab welcher relativen Luftfeuchtigkeit wachsen Schimmel?
Ab ca. 50% rel. Feuchtigkeit. Unterhalb davon sterben Schimmelpilze zwar nicht ab, sie wachsen aber auch nicht weiter.

Wie soll man richtig lüften?
Im Winter: Hier nutzen wir die kalte, trockene Luft von draußen, und erreichen so ein exzellentes Trocknungsergebnis. Dazu werden möglichst alle Fenster gleichzeitig kurz (max. 10 min) sperrangelweit geöffnet, so dass wenn möglich „Durchzug“ entsteht. Länger lüften bringt nichts, es kühlt höchstens die Wände aus und treibt so die Heizkosten in die Höhe. Dies sollte man 3-5x pro Tag wiederholen. Der erste Zyklus sollte unmittelbar nach dem Aufstehen am Morgen, der letzte Zyklus vor dem Zubettgehen erfolgen. Im Sommer: Hier muss man beachten, dass die scheinbar trockene, warme Luft von draußen schon relativ viel Wasser enthält. Versucht man also damit z.B. einen Keller zu lüften, in dem die Wände tendenziell kühler sind als die Aussenluft, kondensiert die Feuchtigkeit. Es wird also ein gegenteiliger Effekt als der gewünschte erreicht.  Deshalb sollte man im Sommer das Lüften von kühleren Räumen immer nachts oder kurz nach Sonnenaufgang vornehmen, wenn die Aussenluft noch relativ kühl und trocken ist.

Wie verhindere ich Schimmelbildung im Bad?
Nach jedem Duschen/Baden sofort gründlich lüften, evtl. Duschkabine mit einem Tuch trocken reiben. Feuchte Handtücher an einem geeigneten Ort aufhängen (z.B. Balkon).

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